Hund im Rudel

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Hunderudel

Hat der Hund seinen Platz im Rudel gefunden?

Ich bin seit einigen Jahren Hundebesitzer und konnte viel Erfahrungen über Mensch und Hund sammeln.
Diese Erfahrungen waren gut oder auch nicht so gut. Ich wurde dann gerufen, wenn sich ein unerwünschtes“ Verhalten “ beim Hund immer wieder zeigte.

Bei einigen Verhaltensberatungen stelle ich fest, dass nicht der Hund im Vordergrund steht, sondern der Mensch mit seiner menschlichen Vorstellung von einem gut erzogenen Hund. Aber wie soll ein gut erzogener Hund aussehen??? Ist es mit den Grundkommandos Sitz, Platz, Fuß getan? Ich möchte es nicht bestreiten, dass es wichtig ist, dass unsere Hunde im Alltag die Kommandos beherrschen sollten, denn sie geben Sicherheit im sozialen Leben mit uns Menschen. Aber was ist mit ihren eigenen Bedürfnissen??? die „körperliche und geistige Auslastung“ oder den Kontakt zu seinen Artgenossen???

Viele Hundehalter übersehen, dass der Hund ein eigenständiges Individium ist.
So hat er auch das Verlangen und das Recht, Kontakt mit seiner gleichen Art „HUND“ aufzunehmen. Denn Hund und Hund sprechen die gleiche Sprache, nämlich die Körpersprache „Non Verbal“. Ich konnte beobachten, dass es vom Hundehalter nicht immer erwünscht ist, wenn sich die Hunde beschnüffelten, um ein freundliches “ HALLO “ oder zu testen, ob er “ Freund oder Feind “ ist. Der Hund wird getragen, gefahren, gekämmt und gebürstet, sogar die Krallen passend zur Jahreszeit lackiert. Aber wehe, es kommt ein anderer Hund des Weges. Es wird die Straßenseite gewechselt oder er wird sofort hochgenommen, damit er keinen Kontakt zu einem anderen Vierbeiner hat. Viele Hunde reagieren aggressiv, weil sie es einfach nicht gelernt haben, mit ihren eigenen Artgenossen umzugehen. Bei solch einem Verhalten stellte sich die Frage, wer hat Angst? der Mensch oder der Hund? Wir Menschen scheinen dazu zu neigen, etwas so sehr zu lieben oder so sehr zu hassen.

Wenige Menschen sehen den Hund als Hund, dass er unser Freund, Begleiter, Jagdhelfer, Blindenhund und sogar Therapiehund ist. Auch ein Therapiehund muss bei seiner Arbeit die natürlichen Instinkte unterdrücken, aber ein professioneller Therapeut lässt seinen Hund auch mal Hund sein.

Liebe Hundefreunde,
der Hund sollte in unserer modernen Zivilisation seine eigenen Bedürfnisse ein Stück weit ausleben. Nur so wird der Hund ein freiwilliger Begleiter, und seinen Platz im „Rudel Mensch “ finden, der uns auf seiner hündischen Art etwas zurückgibt.

Mein persönlicher Dank geht an alle Hundefreunde, die sich die Zeit genommen haben, diesen Artikel zu lesen.

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